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Im Blut sind Suchtmittel meist nur wenige Stunden nachweisbar, im Urin hingegen noch nach mehreren Tagen. Allerdings gelingt der Nachweis der Suchtmittel im Allgemeinen im Urin erst eine gewisse Zeit nachdem sie konsumiert wurden, wohingegen sich die Droge im Blut schon früh anreichert
Eine Person, die des unerlaubten Drogenkonsums beschuldigt wird (z. B. beim Doping im Sport), kann ihren Urin leichter manipulieren als ihr Blut, allerdings ist Urin von Natur aus das geeignetere Untersuchungsmaterial. Urin enthält weniger körpereigene Stoffe wie Eiweiße und Farbstoffe, die das Ergebnis möglicherweise verfälschen könnten. Vor allem basische (Gegenteil von saure) Substanzen lassen sich im Urin in wesentlich höheren Mengen nachweisen als im Blut.
Es ist sinnvoll, dass die Person, bei der der Drogennachweis angestellt werden soll, die Probe Urin unter Aufsicht abgibt, um bewussten Manipulationen entgegenzuwirken. Schnellteste liefern meist nur qualitative, also vorläufige analytische Ergebnisse. Zusätzlich muss ein Ergebnis - wenn es positiv ausfällt (also die Droge nachgewiesen scheint) - durch ein zweites, aufwendigeres Verfahren bestätigt werden. Dieses zweite Nachweisverfahren - in der Regel ein so genanntes chromatografisches Verfahren (z. B. die Gaschromatografie-Massenspektrometrie) - kann die Substanz dann sehr spezifisch und genau ermitteln. Jedes Ergebnis einer Austestung auf Drogenmissbrauch sollte zusätzlich unter Berücksichtigung klinischer Überlegungen von Fachärzten bewertet werden.
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